Stickoxide: Unsichtbare Belastung der Luft

Stickoxide: Unsichtbare Belastung der Luft

Stickoxide (NOx) sind bei der Diskussion um Fahrverbote immer das oberste Argument. Wer zu hohen Stickoxiden ausgesetzt ist, gefährdet seine Gesundheit. Chronische Atemwegserkrankungen, wie beispielsweise Asthma, oder auch Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems können die Folge sein. 

Laut Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben jährlich alleine in Deutschland über 10.000 Menschen durch zu hohe NOx Emissionen.

Stickoxide entstehen ganz natürlich bei jedem Verbrennungsvorgang durch die Verbindung von Stickstoff und Sauerstoff. Die Menge an Stickoxiden im Abgas hängt von den Stoffen ab, die verbrannt werden. Deshalb besteht auch ein erheblicher Unterschied des Ausstoßes von Stickoxiden bei Diesel- und Benzin PKW.

EU-Grenzwert seit 2010 aktiv

Die EU hat aufgrund der Gefährlichkeit der Stickoxide im Jahr 1999 einen maximalen Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft festgelegt. Seit 2010 gilt dieser Grenzwert EU-weit. Da die Werte teilweise deutlich höher lagen und immer noch liegen, mussten Lösungen gefunden werden, die Emissionen deutlich zu senken.

Diesel-PKW werden als ein großer Verursacher von Stickoxiden ausgemacht und belastenden die Umwelt deutlich mehr als moderne Benzinmotoren. Grenzwerte für den Ausstoß von Stickoxiden werden in den Schadstoff Klassen Euro 1 bis Euro 6 genau geregelt. Weitere Grenzwerte bestehen für CO2 Emissionen sowie für der Ausstoß von Feinstaub Partikeln.

Die Menge an Stickoxiden wird in Gramm pro Kilometer gemessen. Durfte ein Diesel mit Einstufung Euro 3 noch 0,5 Gramm pro Kilometer in die Luft pusten, so wurde der Wert bei Euro 4 auf 0,25 festgelegt und mit Einführung der Euro 5 sogar auf 0,18 begrenzt. Die Norm Euro 6 verlangt schon einen Grenzwert von 0,08.

Was ist der Unterschied zwischen Euro 6d-TEMP und Euro 6d?

Bei beiden Abgasnormen wurden für Dieselfahrzeuge ein Stickoxid-Grenzwert von 80 mg/km festgelegt, während für Benziner ein Grenzwert von 60 mg/km gilt. Auf dem Prüfstand gelten also für Euro 6d-TEMP und Euro 6d die gleichen Grenzwerte.

Durch viele Unwägbarkeiten im realen Fahrbetrieb, wie zum Beispiel die Verkehrsdichte oder das Wetter, ist es jedoch schwieriger Grenzwerte einzuhalten. Daher dürfen die Emissionen im realen Verkehr etwas höher ausfallen, als auf dem Prüfstand.

Im Wesentlichen unterschieden sich die beiden Abgasnormen durch den Konformitäts- bzw. Übereinstimmungsfaktor. Dieser definiert, wie hoch die Abweichungen zwischen den Werten auf dem Prüfstand und im realen Fahrbetrieb sein dürfen. Fahrzeuge mit Euro 6d-TEMP dürfen den Prüfstandsgrenzwert um einen Faktor von 2,1 überschreiten, was bei Dieselfahrzeugen einem NOx Wert von 168 mg/km entspricht. Bei Euro 6d Fahrzeugen hingegen wurde der Faktor auf 1,43 festgelegt. Diese Pkws dürfen somit unter realen Fahrbedingungen maximal 114 mg NOx pro Kilometer ausstoßen.

Folglich müssen Euro-6d-Fahrzeuge im Straßenverkehr sauberer sein als 6d-TEMP-Modelle.

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